A66-71 und Urlaub.Ich weiss ich bin ein bisschen spät

Passiert den Besten würde ich behaupten , was nicht heißt das ich mich selber als der Beste bezeichne. Eher als der Andere, aber das ist nicht Thema meines heutigen Blogbeitrags.

Nach meinem ersten Abend in Bejdan war ich schon sehr angetan von Serbien, auch weil die Menschen einen nicht nur mustern sondern auch mit einem reden.

Von Bejdan ging es nach Sombor, kalt war es dort. So wie eigentlich immer in den letzten Wochen, wie ich es mir ausgesucht habe. Okay zugegebermaßen hab ich auf einen milden Winter gesetzt. Die Wette hab ich wohl verloren.

In Sombor hab ich mich mit dem Wirt meiner Pension sehr gut verstanden, so gut dass ich nach Feierabend mit ihm und seinen Freunden in dem leeren Restaurant gesessen bin.

Bejdan-Sombor 22 km

Von Bejdan ging es nach hodschag, ziemlich viel Straße. Und noch viel mehr Schnee,so Schlechtwetter macht mir wirklich nix aus. Aber euch sollte das stören da gibts dann nicht so viele Bilder, weil für Bilder muss man die Handschuhe ausziehen, und das macht man genau einmal dann kriegt man seine Finger nicht mehr warm.

Da der Abend in Sombor ziemlich lange ging habe ich ziemlich lange geschlafen, daher war es schon 2 Stunden dunkel bis ich endlich angekommen war. Ich habe nicht mal mehr etwas gegessen und ehrlich gesagt nicht mal geduscht. 36 km und du duscht nicht? Schon ein bisschen eklig Felix oder? ziemlich widerlich, ich weiß. Aber trotz Heizung war mir einfach viel zu kalt und ich bin nicht warm geworden auch nicht mit 2 Decken in der Pension. Dann duscht man halt mal nicht hab ich mir gedacht

Sombor Hodschag 36 km

In Hodschag habe ich mir das allererste mal die Frage gestellt wo ich Weihnachten feier. Wusste ich bis dahin nicht. Novi Sad ist ne große Stadt und nicht mehr so weit weg, das wär doch was dachte ich mir. Die beiden Etappen die noch vor mir lagen hatten es in sich, ziemlich sogar. Auch weil ich auf der letzten Rille in Novi Sad angekommen bin . Mit ner Erkältung die ich seit Österreich mitschleppe, mit Rückenschmerzen und der immer präsenter werdenden Frage nach dem Sinn. Nicht dem Sinn meiner Wanderung sondern dem Sinn meines Daseins auf dieser Welt.

Hodschag-Plankenburg 38 km

Plankenburg -Novi Sad 39 km

Viel mehr gab es zu den beiden letzten Etappen nicht zu erzählen, als Anmerkung vielleicht lang. Anstrengend wie verrückt und zäh. Aber ich hab es zu Weihnachten bis Novi Sad geschafft. Als ich an Weihnachten in dem Gästehaus mein Weihnachtsessen gekocht habe fragte ich mich warum in Serbien nirgend Weihnachtsstimmung ist.

Der Rezeptionist klärte mich freundlicherweise auf. Die Menschen die dem Orthodoxen Glauben angehören feiern erst am 7 Januar Weihnachten , wie also 92 % der Bevölkerung Serbiens.

Nach meinem leckeren Abendessen das ich 2 mal genießen konnte ( hatte mich beim einkaufen dezent verschätzt :D) bin ich durch die Stadt gezogen. In einer Bar in der es mir sehr gut gefallen hat, wurde irgendwann kein Bier mehr ausgeschenkt weil die zumachen wollten. mein Gegenüber mit dem ich schon seit ein paar Stunden geredet hatte meinte ob ich noch ein Getränk wolle. Ich meinte daraufhin das die hier doch zumachen woraufhin er entgegnet, die Bar gehört mir also kriegst du noch n Bier.

 

Angekommen im Gästehaus überkam mich ein mittlerweile bekanntes Gefühl.

Weil ich allerdings kein Psychologe bin und noch viel weniger alle Gefühls und Gemütszustände der Menschen beschreiben kann nenne ich es das Oben -unten Gefühl.

In dem komplett leeren Gästehaus dachte ich wie cool es doch ist komplett alleine zu übernachten , aber wie schade es doch ist das jetzt gerade niemand hier ist mit dem Ich mich unterhalten kann. Es ist manchmal so das ich vor lauter Glücksgefühlen in mir gar nicht weiß wohin damit. Und von so Himmelhochjauchzen Momenten ist meistens nur ein wimpernschlag entfernt ein Moment des Zweifelns.

Ich weiß wie glücklich ich bin diesen Weg gehen zu dürfen, aus einem wohlhabenden und sicheren Land zu kommen, und noch nie gehungert zu haben.

Aber manchmal bin sogar ich ein wenig einsam und dann fällt es mir schwer meine Lieblingsmenschen in Gedanken herzuholen.

Zum Einen weil mir die Pause sicher gut tut und dann hoffentlich die Erkältung auch endlich mal verzieht, und zum anderen weil Zeit mit Freunden immer was besonderes ist.

 

Ich bin mittlerweile mittendrin in Serbien was zwar ein Stück weg von daheim ist, aber noch nicht so weit weg das ich sagen kann ich bin im Zeitplan. Aber das kann ich jetzt nicht mehr ändern daher c‘est la vie.

Ich möchte mich bei allen Followern, Freunden und Familie für den überragenden Support und die Unterstützung im Jahr 2018 bedanken und freue mich euch ab dem 5 Januar wieder täglich auf dem laufenden zu halten . Tausend Dank!

Bis dahin, haltet die Ohren Steif und starten gut ins neue Jahr.


3 Kommentare zu „A66-71 und Urlaub.Ich weiss ich bin ein bisschen spät

  1. Angelika Rebholz Januar 1, 2019 — 12:02 am

    Lieber Felix, ich wünsche Dir für das neue Jahr und vor allem für deinen Weg, den Du noch vor Dir hast alles Gute. Pass gut auf dich auf und komm gesund wieder. Liebe Grüße aus Oberschmeien sendet Dir Angelika Rebholz.

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    1. Vielen Dank liebe Angelika,
      Viele Grüsse zurück nach oberschmeien!

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  2. Alles Gute auf deinem Weg.

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